So mancher mag sich fragen was es bei einem Künstler zu forschen oder zu entwickeln gibt.
Sicher die Frage ist berechtigt. Nun die Frage ist schnell beantwortet. Bei uns kommt Kunst von Können. Dazu sind oft umfangreiche Versuche notwendig. Eine ausgeklügelte und vor allem reproduzierbare Verfahrenstechnik ist auch für den profesionellen Künstler unabdingbar.
Bei der Malerei kann man da schon auf mache Standartsystem zugreifen, aber getestet und Wege zum Ziel müssen trotz allem erarbeitet werden.
Völlig anderst schaut es im Bereich Körperabformung, Skulpturen und Kunstguss aus.
Bei der Körperabformung waren wir sicher erst mal ein Jahtr damit beschäftigt verschiedene Silicone, Abgußmaterialien, Trennmitttel und Verfahrenstechniken zu erproben, bis wir an dem Punkt waren, an dem wir die Ergebnisse als reproduzierbar einstufen konnten.
Näheres zu Körperabformung findet ihr auf unserer Künstlerteam Marmorial Homepage.
http://marmorial.de
Ja und dann machen wir seit kurzem auch Bronzeguss selbst.
Dazu waren erst mal mehrere Wochen Recherche zu Schmelzöfen und über Materialien bis hin zur Technik angesagt.
Es wurde ein Keramikbrennofen gekauft, sowie ein kleiner und ein großer Schmelzofen für die Bronze selbstgebaut.
Selbstgebaut deshalb, weil die Zulieferfirmen in der Größe wirklich nichts passendes zu einem akzeptablen Preis zu bieten hatten. So plante ich zuerst einen kleinen Versuchsofen um mit der gewonnenen Erfahrung das Projekt sinnvoll starten zu lassen.
Zum Einsatz kommt das Wachsausschmelzverfahren, welches im Bereich Kunstguß sehr gute Ergebnisse erzielt.
Erste Versuche mit Aluminium und Bronzen haben uns schnell die Möglichkeiten aufgezeigt was unter anderem auch den Arbeitsaufwand angeht. Schließlich bestimmt die Arbeitszeit hier sicher einen Teil der Kosten. Die Materialkosten für Nichteisen Schwermetalguss, zu welchem Bronze, Kupfer etc. zählen fällt ebenfalls bei der Kostenanalyse ins Gewicht.
Fachkenntnisse in Modelerstellung, Gussformerstellung im keramischen Schalenverfahren bis hin zu den Eigenschaften der von uns verwendeten Legierungen mussten zusammengetragen oder selbst erarbeitet werden. Nun zum Teil hatte ich spezielle Kenntnisse noch aus der Zeit meiner Lehre zum Werkzeugmacher und meinem Studium zum Konstrukteur Maschinenbau. Es ist also nichts umsonst. Ich war echt froh ein Teil dieses Wissen speziel in dem Bereich bereits gelernt zu haben.
Hier sei noch am Rand erwähnt, daß dafür fast 2 Monate abend für abend 2bis 3 Stunden Internetrecherche nötig waren.
Die Materialbeschaffung stellt eine kleine Firma oft vor fast unlössbare Probleme.
Mindestabnahmemengen von x tonnen oder z.B. 450€ Mindestbestellwert für Heizleiter bei Kanthal. Oder als Knaller mal 250€ Transportkosten für einen Warenwert von unter 100€.Aber es muß hier auch sofort erwähnt werden, daß es auch sehr entgegenkommende Firmen gibt.
Diese werden in der folgenden Forschungsarbeit auch namentlich genannt
Forschungsarbeit:
Entstehung der Idee:
Diese Schwierigkeiten hatten im Nachhinein auch etwas Gutes. Während ich mir die ganzen auftretenden Problem bei einem unserer Projekte zu Bronzeguß nochmals durch den Kopf gehen ließ kam mir eine lustige Idee.
Angefangen von den Mitgliedern im Künstlerteam Marmorial bis zu unserem Gießer wurde diese Idee sofort als eventuell durchführbar eingestuft.
Nach einigen Diskussionen stand fest, daß das etwas größeres wird. Nach einigen Telefonaten stand heute fest, daß die Idee noch besser ist als wir dachten.
Rahmenbedingungen wurden in einem Pflichtenheft aufgestellt. Materiallisten erarbeitet und jetzt geht es an die Versuche.